Kreispokal der Saison 2024/2025

Der „Dreiköniginnen-Pokal“ hat einen neuen Titelträger – TV Ratingen entthront die Monheimer Mädels
Sonntag, 05.01.2025, die offiziell erste Ausgabe des Damenkreispokals unter der Benennung „Dreiköniginnen-Pokal“ als Hommage an die Zunft der Handballerinnen fand unter dem Ausrichter der HSG Gerresheim statt. Waren es in den Vorsaisons erst eine Mannschaft (22/23), dann drei Mannschaften (23/24), traten nun sage und schreibe 6 Damenteams an, um den Kreispokal in seiner neuen Namensgebung auszutragen. „Eine sehr schöne Entwicklung, der wir nun, auch gerne mit kleinen Prämien für die Mannschaftskassen als kleines Schmankerl, Anerkennung zollen“, zeigte sich Damenwart und Turnierleiter Christian Jaekel zufrieden. Hatte in der Vorsaison noch die SG Monheim als zu diesem Zeitpunkt tabellarisch schwächstes Team fast schon sensationell den Pokal errungen, sollte das Unterfangen Titelverteidigung für die Mädels aus dem Süden des Kreises ungleich schwerer werden. Standen doch mit der HSG Gerresheim und dem TV Ratingen eine gestandene Verbandsliga- bzw. Oberligamannschaft auf dem Tableau. Aber auch die anderen Teams des Neusser HV, des TuS Erkrath, sowie den Hildener Wölfen, rechneten sich sicher auch (wenn auch verhältnismäßig kleine) Chancen aus, denn wie sagt der Volksmund doch so schön? „Der Pokal hat seine eigenen Gesetze und schreibt seine eigene Geschichten.“
So begann also an diesem winterlichen Sonntagmorgen das Pokaltreiben mit dem Aufeinandertreffen der SG Monheim und der Hildener Wölfe. Die SGM-Mädels um Antje Loth kämpften trotz sehr dünner Personaldecke (lediglich eine zweite Torhüterin nahm auf der Bank Platz) über lange Strecken tapfer gegen die Ligakonkurrentinnen, zogen aber am Ende mit 10:12 bereits das erste Mal den Kürzeren. Anschließend trafen der Neusser HV und die HSG Gerresheim aufeinander. Die Damen von der anderen Rheinseite, mit dem vermutlichen jüngsten Durchschnittsalter im Kader an den Start gegangen, boten den Erfahrenen Verbandsligisten erfreulich lange Paroli, doch am Ende setzte sich der Klassenunterschied dann doch durch und so obsiegte Gerresheim mit 15:18. Als letztes Spiel „des ersten Durchgangs“ trafen noch der TV Ratingen und der TuS Erkrath aufeinander. Die Ratinger Damen, die das Pokalgeschehen erfreulich ernst nahmen, zeigten dem aktuellen Ligaprimus der Regionsoberliga über die gesamte Spielzeit, wer hier am Ende den Pott mit nach Hause nehmen sollte, mit 14:9 war das erste „recht eindeutige“ Ergebnis des Tages auf dem Tableau. In den weiteren Partien sahen die zahlreich anwesenden Zuschauer in der Sporthalle Rückertgymnasium recht klare Ergebnisse (Gerresheim schlug Monheim 16:8, der TV Ratingen ließ Hilden mit 8:20 keine Chance und Erkrath besiegte Neuss mit 18:11), doch dies sollte die allgemein sehr gute Stimmung keineswegs trüben. Die SG Monheim verlor ihre weiteren Partien gegen Erkrath mit 9:18 und gegen Neuss mit 16:14, was die eh schon ob der dünnen Personaldecke geschundenen Spielerinnen dazu bewog zu ihrer letzten Partie gegen den TVR nicht mehr anzutreten, um die weiteren Spiele in der Saison nicht zu gefährden. Natürlich hätten sicherlich alle Anwesenden gerne noch eine Partie gesehen, obgleich der Übermacht der Ratingerinnen aber nachvollziehbar, dies nicht mehr über sich ergehen lassen zu wollen. Somit sollte also in der vorletzten Spielrunde das Spiel zwischen dem TV Ratingen und den Damen von Gereon und Robin Tillenburg aus Gerresheim zum entscheidenden Spiel um den Dreiköniginnen-Pokal werden. In einer durchaus spannenden Partie auf gehobenem Niveau konnte am Ende der TVR mit 13:8 das bessere Ende für sich verbuchen, aber auch die Mädels der HSG hatten keinen Grund die Köpfe hängen zu lassen, war das Ergebnis am Ende deutlicher als der Spielverlauf es hätte vorgegeben.
Nachdem sich Hilden mit einem 13:9-Sieg gegen die Damen aus Neuss den 4. Platz sichern konnte, gab es nun ein „kleines Finale“ zwischen Erkrath und Gerresheim um den 2. Platz, beide Teams gingen mit 3 Siegen und jeweils einer Niederlage gegen Ratingen in diese Partie. Eine spannende Partie beschloss somit das letzte Spiel des Turniers und die über Strecken ebenbürtigen Gegnerinnen teilten sich am Ende mit 14:14 leistungsgerecht die Punkte. Nun wäre eigentlich, nach dem Protokoll gehend, ein 7-Meter-Werfen um die Entscheidung für den 2. Platz nötig geworden. Aber auf Grund der Verkündung dieses Punktes durch Turnierleiter Christian Jaekel einigten sich die erschöpften Parteien darauf, beide als geteilter 2. Platz zu gelten und sich die ausgelobten Prämien zu teilen.
Auch wenn sich der HK Düsseldorf im Seniorenbereich zur neuen Saison der Kooperation mit den Kreisen Essen, Wuppertal-Niederberg und dem Bergischen HK anschließt, gilt bereits jetzt als sicher, dass es auch im Jahr 2026 einen „Dreiköniginnen-Pokal“ geben wird. „Vielleicht haben auch noch andere Vereine Lust, dieses kleine feine Turnier als Vorbereitung auf die Restrunde im neuen Jahr zu spielen. Und vielleicht kann man auch den Ablauf noch etwas ändern und verfeinern, zB durch eine Gruppenphase mit Halbfinal- und Finalspielen, o.ä. Und vielleicht können wir diesen Pokal dann im kommenden Jahr endlich in der neuen Halle in Monheim feiern, was uns ja in diesem Jahr leider noch verwehrt blieb“, wagte Christian Jaekel auch schon einen Blick nach vorne.
Kreispokal der Saison 2023/2024
Kleines feines Neujahrsturnier findet an allen Ecken und Enden großen Anklang
Am ersten Wochenende des neuen Jahres starteten in der bald schwindenden Sporthalle des Otto-Hahn-Gymnasiums in Monheim auch die Damen in ihr kleines, aber feines Pokalabenteuer. Auch hier freuten sich die Spielleiter über ein gestiegenes Interesse am, von Christian Jaekel liebevoll und ein wenig scherzhaft, „Drei-Königinnen-Turnier“ getauften Turnier. Denn nachdem im Vorjahr die SG Monheim ohne einen Mitbewerber den Pokalsieg ihr Eigen nennen durfte, ging es für die Mädels aus dem südlichen Kreis Mettmann in dieser Saison gegen den Ligakonkurenten der Hildener Wölfe und dem Landesligisten der HSG Gerresheim 04 in die „Mission Titelverteidigung“. Beginnen durften die Lokalmatadorinnen der SG Monheim direkt mit der vermeintlich schwersten Aufgabe, in dem sie auf die von Gereon und Robin Tillenburg betreuten Mädels der HSG Gerresheim trafen. Aufopferungsvoll kämpfend konnten sich die Mädels um Jan Wünscher am Ende mit einem kleinen Kader ein gerechtes 8:8-Unentschieden erkämpfen. Diesen kleinen Erfolg galt es in der nachfolgenden Partie gegen die Ligarivalen aus der Nachbarstadt Hilden zu bestätigen. Auch hier entwickelte sich eine richtig enge Partie, der Christian Jaekel, als Turnierleiter und Schiedsrichter in Personalunion, zwischenzeitlich schon sehr ins Rechnen brachte, was wäre wenn diese beiden Teams nun auch sich mit einem Unentschieden trennen würden und auch das letzte Spiel des kleinen 3er Turniers so enden würde. Aber am Ende der 2. Partie behielten die Hausherrinnen hier knapp die Nase mit 7:6 vorne. Nun war es in der letzten Tagespartie zwischen Hilden und Gerresheim in der Möglichkeit der Itterstädterinnen um Timo Wache und Justus Heß, das Zünglein an der Waage zu spielen und Monheim den Pokalsieg zu ermöglichen. Aber hier blieb der Landesligist aus Düsseldorf der Chef im Ring und schlug am Ende die Wölfinnen mit 16:7. Nun musste, nach kurzer Konsultation der Durchführungsbestimmungen, eine Entscheidung vom 7-Meter-Punkt fallen. So traten insgesamt 5 Werferinnen der SGM und der HSG gegeneinander an, um den Pokalsieger 2023/24 zu ermitteln. Und Fans von so genannten „Underdog-Stories“ sollten am Ende auf ihre Kosten kommen, denn die Monheimerinnen entschieden den „Krimi vom Punkt“ am Ende mit 2:1 für sich und durften somit erschöpft, aber auch sichtlich stolz ihre Titelverteidigung feiern. Alles in Allem konnten die zahlreich anwesenden Zuschauer in der OHG-Halle nach tollen Spielen und harten Kämpfen zufrieden ihren Heimweg antreten und auch beide Turnierleiter waren am Ende voll des Lobes über das Turnier, was auf jeden Fall in der Saison 2024/25 eine Fortsetzung finden soll. Man darf gespannt sein, welches Team sich anschicken wird, die SG Monheim vom Pokalthron zu stoßen.
